Gesundheit und der menschliche Körper hatten für mich schon immer auch eine persönliche Seite. Seit meiner Jugend hatte ich immer wieder Rückenbeschwerden, die schließlich zu einer Bandscheibenoperation führten. In den Jahren davor und danach lernte ich verschiedene Behandlungsformen kennen. Dabei habe ich erfahren, dass sich konventionelle und komplementäre Medizin sinnvoll ergänzen können.
Die Osteopathie hat dabei auch für mich persönlich eine wichtige Rolle gespielt.
Gleichzeitig ist meine Verbundenheit mit der Natur über die Jahre immer stärker geworden. Am wohlsten fühle ich mich hoch in den Bergen oder mitten in der schwedischen Natur. Ich habe Ausbildungen in Yin- und Hatha-Yoga absolviert, an einem Permakulturkurs teilgenommen und versuche auch zu Hause, natürlichen Prozessen Raum zu geben – unser Garten am Rand von Enschede ist inzwischen zu einem kleinen grünen Dschungel geworden.
Während meiner osteopathischen Ausbildung merkte ich, wie diese Interessen immer stärker zusammenfanden. Je mehr ich über Anatomie, Physiologie, embryologische Entwicklung und die Zusammenhänge im Körper lernte, desto mehr fügte sich für mich zu einem Gesamtbild zusammen. Der Gedanke, dass der Körper nicht aus einzelnen, voneinander getrennten Teilen besteht, sondern als ständig zusammenwirkendes Ganzes funktioniert, spricht mich sehr an.
Das erkenne ich auch in der Natur wieder. Ein Organismus, ein Ökosystem oder der menschliche Körper lässt sich nie vollständig auf eine einzige Ursache oder einen einzelnen Bestandteil reduzieren. Wahrscheinlich werden wir dieses Zusammenspiel nie vollständig verstehen – und vielleicht müssen wir das auch gar nicht. Wir können aber immer besser lernen, hinzuschauen, zuzuhören und Bedingungen zu schaffen, unter denen der Körper möglichst gut funktionieren kann.